Mein erster Test

Schon klar – wenn du vom Club mit jemandem nach Hause gehst, hast du keinen Bock, dich mit HIV zu beschäftigen. Und überhaupt: Haben das nicht nur ältere Typen? Die Wahrheit ist: HIV hat keine Altersgrenze und man sieht es niemanden an. Der Sixpack-Typ aus deinem letzten Sommerurlaub kann genauso HIV-positiv oder -negativ sein, wie der kleine Süße aus der Nachbarschaft.

Gut ist, über HIV Bescheid zu wissen. Gib dir also einen Ruck und werde zum Testhelden. Ein HIV-Test ist innerhalb kurzer Zeit erledigt und kann anonym gemacht werden. Hier findest du Teststellen in deiner Nähe.

"Die Überwindung hinzugehen war das Schwierigste daran."
Mach dein Ding. Ein HIV-Test gehört dazu.

Mach dein Ding. Ein HIV-Test gehört dazu.

Ich sollte mal wieder zum Test

"Ich teste lieber einmal zu oft als einmal zu wenig."

Klar gehört etwas Mut dazu, offen mit seinem Partner oder Date darüber zu reden, worauf man beim Sex so steht. Wenn du dann auch noch HIV ansprichst und wie du dich schützen möchtest, bist du echt richtig gut. Zum Testhelden wirst du, wenn du dich regelmäßig checken lässt. Dabei ist es ganz egal, ob du gerade Single bist und nur ein bisschen Spaß suchst, oder ob du eine monogame oder offene Beziehung führst.

Egal ob Beziehung oder Single:  zum Sex gehört der HIV-Test – mindestens einmal pro Jahr!

Egal ob Beziehung oder Single: zum Sex gehört der HIV-Test – mindestens einmal pro Jahr!

Ich geh positiv durchs Leben

„Warum hast Du nicht aufgepasst?“ Diese Frage will niemand hören, der HIV-positiv getestet wurde. Wenn es passiert ist, bringt‘s nichts, zu sehr über die Vergangenheit nachzugrübeln. In die Zukunft gucken ist viel wichtiger: Wenn die Infektion durch einen HIV-Test früh erkannt und dann behandelt wird, kann man so alt werden wie Leute ohne HIV und ein aktives Leben mit Freunden, Familie und Job führen. Sicherlich: Ein positives Testergebnis ist oft ein Schock – aber auch nicht das Ende der Welt. Denn HIV ist heute sehr gut behandelbar.

"Bei mir wurde HIV früh erkannt, deshalb habe ich eine gute Prognose."
Leb dein Leben.  Eine HIV-Therapie bietet dir alle Chancen.

Leb dein Leben. Eine HIV-Therapie bietet dir alle Chancen.

Wie haben sich andere entschieden? Machst Du einen HIV-Test?

Ich lasse mich schon regelmäßig testen

Sehr gut! Dir macht keiner was vor, du bist ein echter Testheld.

Ich trau mich noch nicht

Du hast immer noch Schiss? Da bist du echt nicht allein. Viele haben ein mulmiges Gefühl, zum HIV-Test zu gehen – egal wie oft sie schon da waren. Die Mitarbeiter in den Teststellen kennen das und stehen dir bei. Schnapp dir doch vielleicht einen guten Freund und geh gemeinsam mit ihm zum Test.

Ich brauch keinen Test

Du brauchst keinen Test, weil du dich sowieso immer mit Kondomen schützt? Das ist cool. Es gibt aber auch andere gute Gründe, sich checken zu lassen, denn es gibt auch andere sexuell übertragbare Infektionen (STI). Ein Kondom kann dich auch vor einigen STI schützen.

Wenn du nicht sicher bist, ob du ein Risiko hattest, dann lass dich auf sexuell übertragbare Infektionen checken und mach doch gleich einen HIV-Test mit.

Alles was Du über HIV wissen solltest.

Wann und wo kann ich mich testen lassen?

In vielen lokalen Aidshilfen und Testprojekten kannst du einen sogenannten HIV-Schnelltest machen lassen. Du musst dann nur eine halbe Stunde vor Ort auf dein Ergebnis warten.

Wenn du sichergehen willst, dass du nicht infiziert bist, muss dein letztes HIV-Ansteckungsrisiko aber mindestens drei Monate zurück liegen. Nur nach dieser Zeit erhältst du ein zuverlässiges negatives Testergebnis.

Der Schnelltest kostet in der Regel 10 bis 15 Euro und ist selbstverständlich anonym.

Im Gesundheitsamt wird in der Regel ein Labortest durchgeführt. Der ist meistens kostenlos und immer anonym. Hier musst du allerdings einige Tage warten, bis dir das Ergebnis mitgeteilt wird.

Du kannst auch beim Arzt einen HIV-Test machen, doch wird die Durchführung dann normalerweise in die Patientenakte eingetragen und ist somit nicht mehr anonym.

Wie wird HIV übertragen?

Das Wichtigste zuerst: HIV ist relativ schwer übertragbar. Du musst dir im Alltag also keine Gedanken machen. Beim Sex kommt es drauf an, was man macht. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht vor allem beim Analsex ohne Kondom – für den aktiven und den passiven Partner und auch dann, wenn man nicht im Partner kommt.

Das Übertragungsrisiko von HIV hängt entscheidend von der Virusmenge in Blut und Sperma ab. Durch eine medikamentöse Therapie sinkt die Virusmenge so stark, dass sie dann unter der sogenannten Nachweisgrenze liegt. Wenn dies bei einem HIV-positiven Menschen der Fall ist und regelmäßig kontrolliert wird, ist eine HIV-Übertragung so gut wie ausgeschlossen.

Beim Blasen besteht nur dann ein Risiko, wenn der Partner im Mund kommt, aber es ist viel geringer als beim Analverkehr ohne Gummi. Der „Lusttropfen“ ist nicht riskant.

Jetzt weißt du, wie HIV übertragen wird.

    So wird es auf keinen Fall übertragen:

  • Küssen, Händedruck, Umarmen
  • Anhusten oder Anniesen
  • Benutzung derselben Teller, Gläser und Bestecke
  • gemeinsame Benutzung von Toiletten, Handtüchern oder Bettwäsche
  • Besuch von Schwimmbädern oder Saunen
  • Zusammenarbeiten und -wohnen mit Menschen mit HIV/Aids
  • Betreuen und Pflegen von Menschen mit HIV/Aids
  • Insektenstiche

Was ist, wenn beim Safer Sex was schiefläuft?

Fuck! Kondom gerissen oder abgerutscht? Das kann schon mal passieren. Wenn dein Sexpartner dir dann sagt, er hat HIV oder er kennt seinen HIV-Status nicht, dann handle schnell:

In vielen Kliniken bekommst du die sogenannte PEP. Hierbei nimmt man für etwa vier Wochen HIV-Medikamente ein und verhindert so mit hoher Chance eine Ansteckung. Sie ist eine wirksame Notfallmaßnahme, sozusagen eine „Nach-Risiko-Vorsorge“.

Das entscheidende für eine funktionierende PEP: Du musst sie so schnell wie möglich nach dem Sexunfall beginnen, auf jeden Fall innerhalb der ersten 24 Stunden. Jede Stunde zählt! In den jeweiligen Kliniken bekommst du die PEP in der Regel Tag und Nacht.

Weitere Informationen und Adressen findest du hier.

Wie wird HIV therapiert?

Wer HIV-positiv getestet wurde und früh mit einer Behandlung beginnt, kann genauso lange und gut leben wie Menschen ohne HIV. Daher ist es gut, früh Bescheid zu wissen.

Die medikamentöse Behandlung nennt man Antiretrovirale Therapie (abgekürzt ART). Medikamente sorgen dafür, dass die Bildung neuer Viren unterdrückt wird. Wenn die Therapie wirkt und es regelmäßige Checks gibt, ist HIV dann mit den üblichen Verfahren nicht mehr „nachweisbar“. Im Klartext heißt das: Selbst bei ungeschütztem Sex mit einem HIV-positiven Menschen, dessen Viruslast unter der Nachweisgrenze ist und dies regelmäßig checken lässt, ist eine HIV-Übertragung so gut wie ausgeschlossen.

Wo kann ich mich testen lassen?